Die Schließungen in Marburg und Tübingen zeigen, dass die große Impfstoff-Euphorie der Pandemiezeit wirtschaftlich nicht dauerhaft tragfähig war. Gleichzeitig wird aber deutlich, dass der Bedarf an flexiblen Innovationsflächen für junge Biotech-Unternehmen weiter steigt. Die Frage ist zunehmend nicht mehr, ob Deutschland Life Sciences fördern will, sondern welche Art von Infrastruktur künftig tatsächlich gebraucht wird. In Köln, Leipzig und Freiburg (und anderswo) baut man entsprechend Laborflächen aus, nordöstlich von Berlin hat man sich nun dagegen entschieden. Die Flächen könnten für ein Feuerwehrgebäude gebraucht werden …
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Kräftiger Stellenabbau bei BioNTech, gleichsam häutet man sich nun endgültig von der Corona-Pandemie und überlässt diesen Part Pfizer. Für die Mitarbeiter an den Standorten könnten sich durchaus neue Lösungen ergeben, wenn mit gezielter Strategie vorgegangen werden würde. In Tübingen aber sieht man nach der Curevac-Übernahme durch BioNTech und der jetzigen vollständigen Schließung des Standortes eine langgeplante Verschwörung sich materialisieren, so zumindest der frühere Curevac-Gründer Hoerr.
Kooperieren ist schön und gut, eine echte Life-Sciences-Städtepartnerschaft unter deutschen Biotech-Regionen hat man noch nicht gesehen. Genau das haben die Bürgermeister der Städte Heidelberg und Mainz nun in einem Memorandum of Understanding beschlossen: eine engere Zusammenarbeit der Clusterorganisationen und Technologietransfereinrichtungen. Damit wird eine Blaupause geschaffen für andere Regionen, die in großer Zahl seit dem BioRegio-Wettbewerb entstanden sind. Interessant ist, dass ebenso ausdrücklich die Tür geöffnet wird für weitere Partnerregionen, womit ein geographisch benachbarter Großraum gemeint sein könnte.
Neue Immuntherapie-Kombinationen gesucht: Boehringer setzt bei Lungenkrebs auf doppelte Angriffspunkte und eine Zusammenarbeit mit der Mainzer BioNTech. Beim besonders schwer behandelbaren kleinzelligen Lungenkrebs (SCLC) positioniert sich Boehringer Ingelheim im zunehmend kompetitiven Feld kombinierter Immuntherapien gemeinsam mit BioNTech. Zwei komplementäre Wirkmechanismen sollen erstmals gezielt zusammengeführt werden.
Das Mainzer Biotech-Unternehmen BioNTech SE steht vor einem historischen Führungswechsel – die Köpfe hinter dem Corona-Impfstoff wagen einen Neustart. Ugur Sahin und Özlem Türeci wollen sich ganz auf die mRNA-Plattformtechnologie konzentrieren und starten zum Jahresende in einem eigenen neuen Unternehmen, an dem sich BioNTech beteiligen will, das aber mit einer eigenen Prioritätenliste unterwegs sein soll.
In Wissenschaftskreisen hat eine aktuell in Nature publizierte Studie zum Einsatz von mRNA-„Impfstoffen“ gegen Krebs-Neoantigene beim triple-negativen Brustkrebs für eine riesige Welle der Aufmerksamkeit gesorgt. Da in der Phase I-Studie jedoch nur 14 Patienten behandelt wurden, ist die konkrete Schlussfolgerung eines Durchbruchs noch nicht statthaft. Gleichwohl hauchen die sehr ermutigenden Daten dem gegenüber Antikörpern, ADC oder Checkpoint-Wirkstoffen ins Hintertreffen geratenen Ansatz der Krebsimpfung neues Leben ein.
Kylie Jimenez wird im März die neu geschaffene Position des Chief People Officer bei der Mainzer BioNTech antreten. Gleichzeitig wird sie Mitglied des Vorstands, der dann aus sieben Personen bestehen wird.
Die University of Pennsylvania (UPenn, Philadelphia), BioNTech und Osage University Partners legen einen 50 Mio.-US-Dollar-Seed-Fonds für Ausgründungen der University of Pennsylvania auf. BioNTech baut damit seine globalen Uni-Kooperationen über Infektionskrankheiten hinaus aus.
BioNTech übernimmt CureVac vollständig und damit wird die deutsche mRNA-Kompetenz gebündelt. Für BioNTech steht dies aus Unternehmersicht für eine strategische Stärkung, für CureVac bedeutet es das Ende der Eigenständigkeit und einer Pionierreise.
Der Life-Science-Sektor birgt enormes Wachstums- und Innovationspotential. Um dieses zu entfalten, sind leistungsfähige Forschungsinfrastrukturen unverzichtbar. Dabei geht es um mehr als Laborflächen – entscheidend ist ein Umfeld, das Innovation beschleunigt.

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Boehringer Ingelheim
Biontech SE
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